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Foto: waz 20.03.2009

PRESSESTIMMEN

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WAZ vom 30.07.2009

Die Stimmung macht`s

„Sunset Folk“-Besucher genossen in der Freilichtbühne Musik und Gemeinschaft im Sonnenuntergang

„Die Musik ist etwas leise“, fand Anja Hoffmann (43). „Aber die Stimmung echt super – genau richtig, um sich mit Freunden zu treffen und das schöne Wetter zu genießen.“ Damit fasst die Besucherin die Eindrücke zusammen, die viele vom „Sunset Folks“-Konzert am Mittwochabend von der Freilichtbühne An der Dimbeck mitnahmen.
Das Duo „Broom Brezzums" trat in schönster Sommernachtsstimmung mit traditionelle Songs aus England, Schottland und Irland sowie Eigenkompositionen auf. 

 Mark Bloomer und Andrew Cadie Obwohl sie aus Mühlheim stammt, ist Anja Hoffmann zum ersten Mal zu der wöchentlichen Open Air-Veranstaltung gekommen. „Das hat sich heute so ergeben“, sagt sie. Schließlich wollen wir möglichst lange die Sonne genießen.“ Dazu hat sie einen ganzen Begleiterstab mitgebracht – inklusive einem „Folk-Fachman“. Roland Schulz (49) war schon bei vielen Konzerten. „Ich gucke meistens bewusst nach den Bands“, erklärt er. „Broom Brezzums" kennt er allerdings noch nicht.

Begeistert sind sowohl Neulinge als auch „alte Musikhasen“ auf Anhieb von der Atmosphäre an der Freilichtbühne. Seit 2006 finden die Akustik-Konzerte der Reihe „Sunset Folks“ dort statt, organisiert von „Reglerproduktion” und „Twistzentrale”.

„Wegen der Stimmung sind wir auch hauptsächlich gekommen“, sagen Stefanie Siegel (26) und Torben Wendke (31), die mit Freunden auf einer großen Campingdecke Platz genommen haben – so wie viele der Besucher. Die beiden wohnen gleich nebenan und verpassen deshalb kaum ein Konzert. 

Familienausflug: Michael (50), Ruth (51) und Valentin (13) Hülser mit Stefan Müller Fotos: Angelika Barth Diesen Erfahrungsschatz muss Anja Hoffmann erst noch aufholen. „Die Decke habe ich vergessen“, bedauert sie. „Beim nächsten Mal denk ich dran…“ Über die gemäßigten Cocktail-Preise freut sie sich umso mehr.

Ursula Schwarz (76) genügt dagegen ein Plätzchen auf einer der Holzbänke völlig. „Ich möchte ja auch vor allem der Musik zuhören“, erklärt sie. Die war mit Geigen-, Flöten- und Dudelsackklängen zunächst noch ganz neu und ungewohnt. „Aber kann man sich gut anhören.“

Die Zwischenmoderationen der beiden Musiker Mark Bloomer und Andrew Cadie, die aus England stammen, aber gebrochen deutsch sprechen, verstand sie nicht immer. Aber fand die Jungs trotzdem nett.

Von der Musik ein wenig enttäuscht war Stefan Müller (29). Er ist mit seiner kompletten Familie samt drei Geschwistern zur Freilichtbühne gekommen. „Da das Gelände so groß ist und die Musik eher leise, kommt sie nicht so gut rüber“, meint er. Er weiß jedoch auch, dass die Veranstalter nicht lauter drehen dürfen und – und bleibt ein echter „Sunset Folks“-Fan. „Eine so gutes Live-Stimmung kenne ich aus keiner anderen Stadt“, sagt er.

Gut gefällt ihm auch, dass die musikalische Palette so weit reicht – von Jazz über Country bis zu Irish Folk, mit Bands von nah und fern. „Schön, dass Mülheim die Folk-Reihe hat“, meint Stefan.

War sehr angetan: Ursula Schwarz (76) Das findet auch Roland Schulz und plant schon die nächsten Besuche. Am meisten freut er sich auf das „Joscho Stephan Trio“ mit Gipsy Swing und die Akustik-Profis „Four 2 The Bar“. Und darauf, noch mehr Freunde von der tollen Stimmung an der Dimbeck zu überzeugen.

Mülheim, 30.07.2009, Caroline Uschmann

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NRZ vom 30.04.2008


Dimbeck: Besser, größer und länger

Das Team von Sunset-Folks hat das Saison-Ziel klar vor Augen: Besser, größer, länger, schmackhafter soll ihre dritte Akustik-Session in der Freilichtbühne werden. 21 Konzerte in fünf Monaten kommen umsonst und draußen auf die kleine Bühne. Den Winter haben sie genutzt damit's im Sommer schicker wird. Die Gastrohütten haben sie aufgemöbelt, Erde bewegt und das Plateau vergrößert, Drainagen verlegt, neue Partner gesucht und Vorschläge der Besucher teilweise umgesetzt. Das Ergebnis, finden alle Beteiligten, kann sich sehen – und hören lassen: In der gesamten Freiluftsaison, von Mai bis September, bieten die Organisatoren von Regler Produktion und Twistzentrale immer mittwochs um 19 Uhr Live-Musik. Los geht es am 7. Mai mit der CD-Release-Party für „Retro Connection II” und einem Knall: Gegen 22.30 Uhr wird ein Feuerwerk abgeschossen. Wöchentlich bis zum 24. September spielt dann reichlich Weltmusik und Folk. Erstmals kommt zudem mehr auf die Gabel als Bratwürstchen und Kartoffelsalat. Ismail Omari kocht für unter dem Künstlernamen „Rosmarin Omari” „Nomadenfood”. 

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NRZ vom 07.10.2007

Sunset Folks nun auch auf CD

In diesem Sommer sorgte die "Sunset Folks"-Konzertreihe auf der Freilichtbühne an vielen Mittwoch-Abenden für Unterhaltung.

...... An den 18 Konzerten waren auch 14 Mülheimer Band beteiligt, die nun in den "Zentral-Studios" der "Twistzentrale" zwei akustische Stücke aufnehmen konnten. Auf digitale Effekte, sogenannte Overdubs, oder sonstige moderne Aufnahmegeräte wurde dabei bewusst verzichtet. Die Zielsetzung war, alle Bands unter den gleichen Bedingungen aufzunehmen. Und mittlerweile liegt nun auch das Ergebnis vor.

Eine CD, die einen Querschnitt durch die aktuelle Mülheimer Musikszene gibt. Der Sampler kostet 12 Euro.
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WAZ vom 16.07.2007

Familiäre Atmosphäre

Der Sommer und die Sunset-Folks-Fans kehren in die Freilichtbühne zurück. Shellack Brothers freut die besondere Kulisse. Berauscht von der Musik und leckeren Cocktails.

Langsam werden die Bierbänke vor der kleinen Bühne am oberen Rand der Freilichtbühne besetzt. Das Wetter ist nach langer Herbststimmung mal wieder richtig sommerlich, also perfekt für ein Konzert unter freiem Himmel. Und das gibt es hier: die "Shellack Brothers" aus Tübingen begeistern ihr überschaubares Publikum mit jazzigen Western-Swing-Beats. Auch ihr Outfit haben die vier Musiker auf die Vorbilder der 1940er und 1950er Jahre abgestimmt: sie tragen schwarze Anzughosen und bunte Hemden im Hawaii-Stil - von der Frau des Gitarristen und Sängers Rudie Blazer angefertigt, um der Band ein einheitliches, authentisches Aussehen zu verleihen.

Der Auftritt der Shellack Brothers ist eine Sonderveranstaltung im Rahmen der " Sunset-Folks" Reihe, veranstaltet von Twisterzentrale und Reglerproduktion. Jeden Mittwoch bringen sie Akustik-Bands auf die kleine Bühne. Ihr Anliegen ist es, die Freilichtbühne mit Live-Musik zu beleben. Der Eintritt ist frei, denn die Bands verlegen so zu sagen ihre Probe auf die Freilichtbühne und erhalten eine kleine Aufwandsentschädigung in Form von Spritgeld, Essen und Trinken.

Die Gastband erzählt zwischen den Songs ihre Bandgeschichte: wie aus einem Johnny-Cash-Projekt die Shellack Brothers entstanden - und so befindet sich auch in ihrem Bühnenrepertoire das eine oder andere Stück des Country-Sängers. Die freien Plätze auf den Bierbänken hat das Publikum mittlerweile gefüllt, oder es sich auf der Wiese gemütlich gemacht. Die Stimmung ist familiär, die Besucher kennen sich von den Mittwochskonzerten. Einige kommen mit ihren Kindern oder mit Hund. Die nette Atmosphäre zieht Stammgäste wie Angela Stockmann jedes Mal wieder an - obwohl sie selber eigentlich ganz andere Musik hört. Auch die Cocktails kann sie wärmstens empfehlen.

Für die Shellacks ist die Freilichtbühne eindeutig eine der schönsten Locations in Mülheim. Der gebürtige Niederländer Rudie Blazer ist voller Lob für sein Publikum: "Die Leute gehen so richtig mit. Vor so einem Publikum, mit so einer Kulisse, macht es richtig Spaß zu spielen."


15.07.2007 Von Celia Spoden

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WAZ vom 14.07.2007

Immer mittwochs auf der Freilichtbühne

Twistzentrale und Reglerproduktion bringen in dieser Saison 18 Konzerte in der Reihe "Sunset Folks" an die Dimbeck

Mit den "Shellack Brothers" geht am heutigen Samstag, 20 Uhr, Western Swing auf der Freilichtbühne ab. Ein Konzert außer der Reihe, denn die "Sunset Folks" sind immer mittwochs und immer gratis.

Uwe Grefrath, selbst Musiker, von der Twistzentrale und Stephan Bevermeier von der Reglerproduktion stemmen die Reihe. "Mit dem Programm haben wir schon letztes Jahr angefangen, da hatten wir sechs Konzerte. Diesmal sind es 18, und alle sind wieder umsonst." Das funktioniert "mit gutem Zureden, weil wir Kontakt zu den Bands haben".

Anstelle von Proben spielen die Musiker vor Publikum und bekommen eine kleine Gage. Was soviel bedeutet wie Spritkosten rausholen, freies Essen und freie Getränke. Ein großer Anreiz für die Bands ist der Video-Clip, der nach jedem Auftritt ins Internet gestellt wird: www.twistzentrale.de. Und ganz klassisch geht Bevermeier am Ende der Konzerte mit dem Hut herum, um für die Musiker zu sammeln.

Reglerproduktion und Twistzentrale haben sich zusammengetan, um aus der Reihe "eine feste Größe zu machen und das Image der Freilichtbühne zu steigern". Ein Stammpublikum haben sie bereits erreicht. "Die Leute sind zwischen 18 und 80, vier Generationen sind vertreten, bis zu den Nachbarn, die regelmäßig kommen", sagen die Organisatoren: "Ein gutes Publikum." Die Bands kommen aus dem Umkreis von 100 Kilometern "bis Dortmund, schon wegen der Fahrtkosten".

Schwerpunkt ist akustische Musik in einer großen Bandbreite - von Blues, Folk und Pop über Jazz bis zu Flamenco und Country. "Quer durch den Garten, einfach alles, was mit Akustik zu tun hat. Zwölf Konzerte mit dem Höhepunkt einer Sampler-Präsentation am 26. September stehen in dieser Saison noch an.

"Mittlerweile wissen viele, dass regelmäßig mittwochs was auf der Freilichtbühne los ist." Das Konzept mit der kleinen Bühne scheine zu greifen. Im Schnitt 200 Zuschauer zählen sie bei jedem Konzert, "obwohl oft das Wetter nicht so toll war". Stress mit den Nachbarn? "Das Akustik-Programm ist so leise und die Anlage so klein, da gibt´s keine Beschwerden." Aufdrehen wollen Uwe Grefrath und Stephan Bevermeier für die Sunset Folks-Reihe im nächsten Jahr - wieder ehrenamtlich.

13.07.2007 Von Margitta Ulbricht


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NRZ vom 25.05.2007

Frische Luft und flotte Töne in der Abendsonne

Die Sunset Folks präsentieren von Juni bis September Bands aus der Region. Der Eintritt ist frei.

Sunset Folks, so heißt in diesem Sommer das Programm, zu dem die Mülheimer Reglerproduktion und die Mülheimer Twistzentrale von Anfang Juni bis Ende September jeden Mittwoch um 19 Uhr in der Freilichtbühne einladen. Der aus dem Probezentrum Halle 1 an der Josefstraße hervorgegangene Zusammenschluss von Musikern, Veranstaltungstechnikern und Gastronomen bringt dort Bands aus Mülheim und der Region auf die Bühne. "Das wird sehr dankbar angenommen", beschreibt Stephan Bevermeier von der Regler-Produktion die Resonanz bei Bands und Publikum. Zu den sechs Veranstaltungen des Vorjahres kamen jeweils bis zu 200 Gäste. Beim ersten Open-Air-Konzert im Sommer 2006 entstand auch der Veranstaltungstitel "Sunset Folks": "Das war eine tolle Atmosphäre. Die Sonne ging langsam unter und wir hatten das Gefühl, unter Freunden zu sein. Da kam uns die Idee zu dem Namen", erinnert sich Uwe Grefrath von der Twistzentrale. Den Auftakt für 2007 macht am 6.Juni die achtköpfige Formation Gipsy Magic mit einem Soundmix aus Gipsy, Rhumba und Flamenco.

17 Konzerte unter freiem Himmel

Nicht nur musikalisch zünden Tom Tägers Neue Schule für Musik und die fortgeschrittenen Nachwuchsbands King Peng, Strange Ways, Serenity Grey und Schnickschnack am 20.Juni beim School´s-Out-Akustik-Sommer-Festival ein Feuerwerk. Bei insgesamt 17 Open Air Konzerten, die auf einer kleinen Bühne hinter der Freilichtbühne gespielt werden, dürfte für fast jeden Musikgeschmack etwas dabei sein: Bluegrass-Musik von L.Bow Grease (am 13.Juni und am 5.September), die Smokin Socks mit ihrer Mischung aus Folk und Rock`n Roll (am 27.Juni), Irish Folk von Querbeat (4.Juli), das Pianissimo der Jazz-Sängerin Anja Lerch (11.Juli), der Lounge-Jazz des Trio Bravo (am 1.August) oder ein musikalischer Ausflug an die amerikanische Westküste mit Four 2 The Bar (am 8.August). Last, but not least, bestreiten 10 Bands aus der Halle 1 am 26.September das Finale der "Sunset Folks" mit der Präsentation ihres neuen Akustik-Samplers.

Und dafür, dass die Besucher in der Freilichtbühne nicht nur etwas auf die Ohren, sondern auch auf die Gabel bekommen, sorgt auch in diesem Sommer Gastronom Tom Buder. Sein Freilichtbühnen-Bistro ist ab heute, 25. Mai, täglich von 12 bis 23 Uhr geöffnet.

Alle Konzerttermine der Sunset Folks 2007 im Internet unter: www.twistzentrale.de

von Thomas Emons 

 









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WAZ vom 02.06.2009

Musik gratis und im Grünen

„Sunset Folks” mit Mittwochskonzerten auf der Freilichtbühne ist ein Erfolgsmodell geworden. Zwei neue Reihen

Lust auf Musik ganz lauschig im Grünen und vielleicht ein bisschen gute Laune – mehr braucht es nicht für die Mittwochskonzerte gratis auf der Freilichtbühne. Als die Jungs von der „Reglerproduktion” vor vier Jahren auf die von der „Twistzentrale” zukamen und fragten, ob sie eine Idee für Konzerte hätten, „da haben wir gesagt, okay, wir machen das unter zwei Bedingungen: freier Eintritt und die Konzerte müssen akustisch sein”, erzählt Uwe Grefrath von der „Twistzentrale”.

Als „Sunset Folks” 2006 startete, guckten so um die 100 neugierige Mülheimer vorbei. Und sie kamen wieder, erzählten anderen von der Live-Musik im Freien und brachten Freunde mit. Und so ging es Konzert um Konzert weiter. „Sunset Folks” ist mittlerweile zu einem Erfolgsmodell made in Mülheim geworden. Die Fans kommen aus der ganzen Region. Als sich im vergangenen Jahr einmal 800 Menschen vor der kleinen Bühne drängelten, die Bierleitungen nicht lang genug sein konnten, und die gastronomische Kette zusammenbrach, zog Uwe Grefrath die Reißleine: „Wir machen keine Werbung mehr”. In der letzten Saison zählte er rund 10 000 Besucher von Mai bis September.

Mit dem Erfolg im Rücken gehen die Macher noch einen Schritt weiter. Zwei neue Formate mit Musik vom Band gibt's ab Juni: „Hall und Rauch” immer sonntags ab 18 Uhr mit Chillout-Musik. Und die „Zentral-Lounge” immer donnerstags ab 18 Uhr mit Fackeln und Weltmusik. Beides wie gehabt zum Nulltarif.

Keine goldene Nase wolle man sich mit den Veranstaltungen verdienen, betont Grefrath. Oberstes Ziel sei es, „diesen wunderbaren Ort, die Freilichtbühne zu beleben”. Das Ganze funktioniere auch nur, „weil alle ehrenamtlich arbeiten”. Wobei die Bands für Kleingeld auftreten. Bezahlt mit klingender Münze aus dem Hut, der am Konzert-Ende unter den Besuchern kreist.

„Jede Band würde wiederkommen”, sagt Grefrath. So solle es aber nicht sein, denn man setze auf Abwechslung. Die Gruppen kommen aus der Region und darüber hinaus aus ganz Europa. Und weil die Leute von der Twistzentrale fast alle selbst Musiker sind, sind es oft echte Geheimtipps.

Was mit einer kleinen Bühne begann, hat sich zu einem ambitionierten Biergarten mit Tischen, Bänken, Buden, zwei Bierständen und einer Cocktailbar nebst Palmen gemausert. Gastronomisch sind für „Sunset Folks” Mülheimer Urgesteine wie Tom vom Kaisereck und Isi vom Ringlokschuppen am Start. Dass die beiden nicht für lau arbeiten ist logisch, wobei die Preise für Essen und Getränke zivil sind.

Zwei Buden hat der Altstadt-Verein zur Verfügung gestellt. Als Sponsoren konnten Mülheimer Handwerksbetriebe wie Bilo-Glas, Elektro-Rüstemeier und Gartenbau-Kortheuer gewonnen werden. „Die kleinen Handwerksbetriebe helfen, wo sie nur können.” Ein kleiner Zuschuss kommt vom Kulturbetrieb. Geld für „Reparaturarbeiten, die fallen immer mal an”.

Bei Veranstaltungen auf der Freilichtbühne hat es früher schon mal Beschwerden von Nachbarn gegeben – über Lärm und Parkplätze: „Deshalb machen wir akustische Konzerte, damit ersparen wir uns den Ärger mit den Nachbarn.” Keine Beschwerden habe es in all den Jahren gegeben.

Der eine oder andere Nachbar gehört sogar zum Stammpublikum. Mit Campingstühlen und Picknickkorb sitzen Familien auf der Wiese, Spaziergänger und die Senioren von der Dimbeck gucken gern mal vorbei. „Die Leute sehen, dass der Biergarten auf hat und bleiben sitzen.”

02.06.2009, Margitta Ulbricht



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WAZ vom 20.03.2009

Immer wieder mittwochs

... gibt es Sunset Folks mit freiem Eintritt in der Freilichtbühne. Was beweist: Das Konzept „Kultur aus dem Hut” funktioniert durchaus.

Dies ist eine Erfolgsgeschichte. Die sind rar geworden, wenn es in Mülheim um neue Konzert-Konzepte, vor allem aber um die Freilichtbühne geht. Für positive Botschaften stehen Regler Produktion und Twistzentrale. „Wir jammern definitiv nicht”, sagt Peter-Michael Schüttler und kündigt an: „Uns wird es auch noch über 2010 hinaus geben.”

Was den Regler-Mann so sicher macht, ist eine Veranstaltungsreihe, die sich von der Sommerschlussmusik zum großen Wurf mauserte: Sunset Folks, immer mittwochs, immer umsonst und draußen, immer mit handgemachter Musik und – im Schnitt 2008 – immer mit rund 400 Zuhörern. Wobei auch schon mal mittwochs an die 1000 Besucher an die Dimbeck strömten. Bei der Zahl, sagt Schüttler, werden die Grenzen der Kapazität beinahe gesprengt. „Von der Logistik her werden wir dann überrannt.”

In den letzten Tagen waren die Regler und Twister im Baumarkt: Zutaten für die Stände und Buden kaufen, um aufzurüsten, um alles wiedre ein wenig hübscher, größer, besser zu machen. Denn Sunset Folks lebt von der Gastronomie. Und die Musiker von dem, was eingesammelt wird. „Viele Künstler sagen, das hat Charme, wir müssen uns das Publikum gewinnen, damit die uns bezahlen”, sagt Schüttler. Hinzu kommt: „Mit Eintritt, egal wie gering der ist, schreckt man Leute bei Open air eher ab. Und die Gema-Gebühr wird auch teurer.”

Das Konzept „Eintritt frei, Kultur aus dem Hut” funktioniert also, was selbst aus Schüttlers eher optimistisch geprägter Grundsicht so nicht unbedingt zu erwarten war, zumal Regler und Twister seit einem Jahr die Hälfte der Bühnenmiete aufbringen. Es funktioniert allerdings auch nur, weil die Beteiligten „100 Prozent Ehrenamt” einbringen. „Schüttler: „Wir haben hier alle unserer Spielwiese gefunden. Da verdient sich keiner eine goldene Nase.”

Für ein Drittel der Besucher ist laut Schüttler „die Musik zweitrangig. Sie kommen, weil das hier ihr Treff geworden ist. Ein Drittel kommt der Bands wegen, ein Drittel findet die Kombination mit der Natur gut. Das mischt sich immer neu.” Auf treuen Zuspruch, aber auch auf Hilfe können die Veranstalter bauenb. „Da sind viele, die nach dem Konzert mit anpacken, Tische oder Sitzkissen wegräumen. Wir sind ja gerade mal acht Leute, die das alles stemmen. Die Besucher haben verinnerlicht: das ist ihre Veranstaltung.” 22 mal wird das wieder zwischen Mai und Oktober der Fall sein. Immer wieder mittwochs.


20.03.2009, Jörn Stender

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NRZ vom 22.06.2007

Mekka der Lebenslust

Das Feuerwerk - der krönende Abschluss an der Freilichtbühne. (Foto: Ole Heyer)

SUMMERTIME. Wie vier Generationen an der Freilichtbühne das Ende der Schulzeit feiern. Eine Momentaufnahme.
Der süße Duft der Freiheit übertüncht die Würstchennote, die vom Grill herüberweht. Endlich. Und jeder atmet sie ein im diesigen Licht der grünbepflanzten Freilichtbühne, die an diesem Abend zum Mekka der Lebenslust wird. Mittwoch. Letzter Schultag. Der Stress um Arbeiten, Zeugnisse, Versetzung oder nicht - er ist vorbei. Für Schüler wie Eltern eine Erlösung. Sie alle stehen oder sitzen um die strohverkleidete Bühne und lauschen der Musik des School´s Out-Akustik-Sommer-Festivals, mit dem die Neue Schule für Musik die wohl lebensfreudigste Phase des Schuljahres einläutet.

Vier Generationen feiern den Ferienanfang

Es hat etwas von Ankunft. "Endlich", scheinen die Gesichter der Eltern, Lehrer, Geschwister und Freunde der Musiker auf der Bühne zu sagen. Alles ist gelöst. Rund 400 Besucher und vier Generationen feiern die Sommerferien. Zuhörer zwischen zwölf und 60 - altersübergreifende Kommunikation muss nicht angepackt werden, sie ist einfach da. Junge Lieben bahnen sich den Weg durch die Reihen und ernten sehnsüchtige Blicke, die sich nach der Jugend zu verzehren scheinen, während die Schülerband "Jacques SchnickSchnack" ihren nächsten Song der Mathelehrerin widmet und dabei von stolzen Müttern gefilmt wird.

"Hier gibt es Würstchen, Bier..., aber nur, wenn ihr reif genug seid - saufen ist hier nicht", schmettert Moderator Tom Täger durchs Mikrofon. Ein hehrer Versuch, die Eltern zu besänftigen? Den Schüler, der auf der Wiese sitzt und gerade die Flasche Doppelkorn ansetzt, sieht er nicht. Hinter der Hecke, abseits des Trubels, kniet ein Mädel vor der letzten Sitzreihe der Freilichtbühne, unterhält sich mit Freunden und öffnet das mit Alufolie umwickelte Paket. Langsam löst es die Ecken - und beißt kurz darauf herzhaft in ein Butterbrot. Rock´n´Roll im Zeitwandel.

Die Bands wechseln, die Stimmung nicht. Die akustische Musik weht den melancholischen und doch angenehmen Wind der Freiheit in die kürzeste Nacht des Jahres, die sich gemächlich wie dunkelblaue Tinte über den Himmel legt. "Es ist schön, jetzt kommt hier langsam die Generation nach uns", lobt ein altgedienter Besucher, Verfechter und Mitstreiter für die Zukunft der Freilichtbühne die Jugend.


"Summertime and the livin´ is easy"

Wie lange der bedingungslose Kampf für dieses alte Stück Mülheimer Kultur noch erfolgreich sein wird - wer weiß das schon? Doch hier und jetzt merkt man, dass die Freilichtbühne ein Angelpunkt ist, der angenommen wird. "Damit dient man ja auch der Stadt", sagt eine Mutter, "und wenn man sich selbst als Kulturstadt bezeichnet", dürfe so etwas nicht fehlen.

Im Schein der bunten Lampions steht die Atmosphäre. Pyrotechniker bauen im Schlund der Freilichtbühne das Feuerwerk auf, das pünktlich um 22.30 Uhr die Besucher auf die Tribünen lotst und zum Abschluss des Abends begeistert. Und das letzte Lied dient mit Leichtigkeit zum Markenzeichen der Entspannung, die diese Feier einrahmt: "Summertime and the livin´ is easy..."

Sommer. Endlich.


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WAZ vom 25.05.2007

Die Freilichtbühne fackelt

Kleine Gruppe verplant die Rasenfläche hinter der Bühne. Biergarten öffnet am Freitag. Mittwoch-Veranstaltungsreihe steht ab 6.Juni unter dem Motto: "Sunset Folks 2007"

Die Frelichtbühne im Frühsommer: Morgens und mittags spielen Kinder Verstecken, und abends? Das Veranstaltungsprogramm steht - wie berichtet - schon fest. Doch eine kleine Gruppe von Unentwegten versucht nun, auch das kleine Rasenstück vor den Eingängen zur Tribüne zu beleben.

Das Bierglas steht auf dem Tisch, die Würstchen liegen auf dem Grill, Diskussionen mit Freunden über Politik, Sport und mehr - und nebenher läuft Musik. So ähnlich soll das Programm im Sommer aussehen. Ab Freitag öffnet Stephan Bewermeier täglich von 12 bis 23 Uhr einen Biergarten. Doch das ist nicht das Besondere. Parallel entsteht eine kleine Bühne. Gemeinsam mit der Twistzentrale und der Reglerproduktion ist eine Mittwochs-Veranstaltungsreihe unter dem Titel "Sunset Folks 2007" geplant. Jeden Mittwoch vom 6.Juni bis zum 26.September spielen von 19 bis 22 Uhr "umsonst und draußen" viele Bands. Die Musikrichtungen: Irish Folks, Rock-a-Rhumba, Country, Alternative unplugged, Jazz, Swing und mehr. "Wir haben uns eine Frage gestellt: Wie kann man dieses Areal füllen? Unsere Idee ist: Diese Veranstaltungsreihe soll sich über Jahre etablieren", sagt Bewermeier. Zwei der 17 Veranstaltungen liegen den Organisatoren besonders am Herzen. Am 6.Juni kommt die Flamenco-Kombo Gipsy Magic nach Mülheim. "Das sind Andalusier. Aus Remscheid", sagt Uwe Grefrath von der Twistzentrale. Das Programm des "School`s-Out-Festival" (20.Juni) mit sechs Mülheimer Bands stellte die "Neue Schule für Musik" zusammen. Zum Abschluss gibt´s ein Feuerwerk (Bewermeier: "Nicht so zum Selbstanzünden, sondern richtig zum Abfackeln").

Auf der Internetseite "youtube" gibt es kurze Ausschnitte von jedem Konzert. "Für die Bands ist das ein Werbe-Effekt", sagt Bewermeier. Der Verdienst hängt mit der Zufriedenheit des Publikums zusammen. Denn am Ende geht der Hut `rum.

Viele Köche
An der Freilichtbühne sind viele "Köche" beteiligt. Der "Verein der Freunde der Freilichtbühne" organisiert die "großen" Veranstaltungen. Stephan Bewermeier, die "Twistzentrale" und die "Reglerproduktion". Bewermeier sagt: "Die Zusammenarbeit klappt bis jetzt sehr gut."

von Andreas Ernst


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